Markt für Wasserstoff Bedarf in DE und EU, Ausblick

Das Marktpotenzial für Wasserstoff ist schon jetzt enorm. Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten lassen den Bedarf an Wasserstoff steigen. Alleine in Deutschland wird ein milliardenschweres Marktpotenzial prognostiziert, im Bereich der EU sind die erwarteten Bedarfszahlen noch wesentlich höher. Wasserstoff gilt als Schlüsselelement der Gegenwart und der Zukunft. Wer hier mitmischt, profitiert nicht nur wirtschaftlich.

Wasserstoff als Problemlöser im Kampf gegen den Klimawandel

Das größte Potenzial bietet der Energieträger Wasserstoff wahrscheinlich im Kampf gegen den Klimawandel. Besonders gilt dies für den Grünen Wasserstoff, der gleich mehrere Probleme innerhalb der Energiewende löst. Mit ihm ist es möglich, sowohl aus der Sonne als auch aus dem Wind erzeugten Strom zu speichern. Außerdem bringt er eine Form von nachhaltiger Energie auch in Anwendungsbereiche, die nicht unbedingt elektrisch betrieben werden können. Er bringt also auch dort Lösungen, wo man bisher noch auf fossile Energieträger angewiesen ist. Der Bedarf steigt also stetig, und das sowohl in Deutschland als auch in der gesamten EU. Es ist mit einem stark wachsenden Markt für den Wasserstoff zu rechnen, insbesondere für den Grünen Wasserstoff. Gründe dafür gibt es gleich mehrere:

– Alternative Energieträger sind nötig, um die CO2-relevanten Ziele der Zukunft auch einhalten zu können.
– So arbeiten beispielsweise zahlreicher Fahrzeughersteller daran, Fahrzeuge mit einem Wasserstoffantrieb marktreif zu machen.
– Auch andere Verkehrsbereiche sollen durch Wasserstoffantriebe erschlossen werden, beispielsweise die Bahn.
– Im Bereich der Industrie herrscht ebenfalls ein großer Bedarf an den Energieträger Wasserstoff, der immer noch stark ansteigt.
– Zurzeit wird Wasserstoff in größerem Umfang fast ausschließlich im Bereich der Industrie verwendet. Schon dieser Bedarf soll sich in den nächsten und 30 Jahren mehr als verdoppeln.
– Hinzu kommt ein erheblich steigender Bedarf an Wasserstoff für die Nutzung im Verkehr, beispielsweise innerhalb schwerer Nutzfahrzeuge oder Züge.
– Auch in anderen Bereichen wie beispielsweise als Ersatz für das Erdgas zur Wärmeerzeugung sind Anwendungsgebiete denkbar.

Deutschland als attraktiver Markt für den Energieträger Wasserstoff

Deutschland steht derzeit an der ersten Stelle des Rankings, wenn es um die attraktivsten Märkte für die Entwicklung der Wasserstoffnutzung geht. Das Land gilt als Vorreiter für die aufstrebende Wasserstoffwirtschaft, wofür es gleich mehrere Gründe gibt. Die Politik unterstützt die Entwicklung dieser Wirtschaft, außerdem gibt es eine enorme Nachfrage an den Energieträger im Bereich der Industrie. Weiterhin wächst die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ständig, was auch der Produktion von Wasserstoff zugute kommt. Bereits heute entfällt mehr als ein Fünftel des europäischen Gesamtverbrauchs auf Deutschland. Es gibt derzeit eine ehrgeizige Wasserstoffstrategie der Bundesregierung, durch die Subventionen sowohl für die Wasserstoffproduktion als auch für die Dekarbonisierung der Industrie vorgesehen sind. Außerdem setzt man auf die Erhöhung von Speicherkapazitäten.

Auch in Europa gibt es ein großes Potenzial

Sowohl der Grüne als auch der Blaue Wasserstoff gelten als die Energieträger der Zukunft, und das europaweit. Vor allem in den Niederlanden, in Großbritannien oder in Norwegen sieht man ein großes Potenzial in den beiden Wasserstoffarten, schließlich können diese drei Länder schon jetzt auf eine lange Geschichte im Bereich der Erdgasproduktion zurückblicken und verfügen daher über erhebliche Potenziale für die Abscheidung von CO2 und Wasserstoff im Bereich der Industrie.

Ausblicke für die Zukunft

Sowohl in Deutschland als auch in der gesamten EU ist Wasserstoff bereits ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung, der an Bedeutung schon jetzt immer mehr gewinnt. Er bietet sowohl in der Wirtschaft als auch im Transportwesen die Möglichkeit, die schädlichen Treibhausgasemissionen deutlich zu verringern und damit dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken . Allerdings ist es noch ein weiter Weg im Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft, woran nicht nur die Industrie beteiligt ist, sondern auch die Politik. Allerdings sehen die ersten Anzeichen für einen großen Umschwung in der Energiewirtschaft derzeit schon sehr vielversprechend aus.

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