NFC (Near Field Communication) und ihre Funktionsweise

Die so genannte Near Field Communication, kurz NFC, ist ein international genutzter Übertragungsstandard für den kontaktlosen Austausch von Daten über die elektromagnetische Induktion. Es handelt sich um eine so genannte Nahfeldkommunikation, bei der über lose gekoppelte Spulen über sehr kurze Strecken Daten elektronisch übertragen werden können, und zwar innerhalb von wenigen Zentimetern bei relativ geringen Datenübertragungsraten. Eingesetzt wurde dieses System bisher hauptsächlich für kontaktlose Zahlungen kleinerer Beträge. Weitere, heute übliche Anwendungsgebiete bestehen beispielsweise aus dem Austausch von Authentifizierungsdaten für den Aufbau einer Kommunikation über gesicherte Kommunikationswege. Ganz neu sind verschiedene Anwendungsmöglichkeiten im Bereich des Internets der Dinge, nicht zuletzt auch deshalb, weil es sich um eine recht preiswert umzusetzende Nahbereichskommunikation handelt, die auf zahlreichen Geräten problemlos umgesetzt werden kann, um einfache Daten auszutauschen.

NFC und RFID und die Unterschiede

Die Nahfeldkommunikation NFC ist genau genommen ein Ableger der so genannten RFID-Technologie in, also der „Radio Frequency Identification“, bei der ein Lesegerät ein elektromagnetisches Feld aussendet, welches von einem RFID-Chip empfangen wird. Die bei dieser Übertragung entstehende Energie nutzt der Empfängerchip über eine Antenne zum Umsetzen der empfangenden Befehle. Dadurch wird das Feld des Senders geschwächt oder ein speziell moduliertes Signal gegenphasig reflektiert, ein Verfahren, durch das ein Lesegerät die jeweils gespeicherten Informationen lesen kann. Die neuere NFC-Technologie arbeitet im Gegensatz zu RFID um einiges sicherer, weshalb im Moment hauptsächlich Zahlungen über das neue System durchgeführt werden. Auch ein Datenaustausch zwischen mobilen Endgeräten über NFC ist möglich, zum Beispiel für den Datenaustausch von Links, Kontaktdaten oder Fotos.

Was diese beiden Technologien für die Entwicklung der Industrie 4.0 bedeuten

Relativ einfache Technologien wie NFC und RFID können die Entwicklung der industriellen Revolution und Bereichen wie der Industrie 4.0 wesentlich unterstützen, besonders im Zusammenspiel mit der Vernetzung von Objekten mit dem Internet, der selbstständigen Kommunikation von verschiedensten Objekten innerhalb der Industrie über das Internet und der Verfügbarkeit aller wichtigen Informationen in Echtzeit. Sehr einfache Technologien wie NFC und RFID tragen auch ihren Teil dazu bei, unterstützen sie doch die Kommunikationsfähigkeit von Maschine zu Maschine (M2M). So lassen sich beispielsweise eindeutige Identifikationen durchführen sowie produktbezogene Informationen auf relativ einfache Weise übertragen, und das auch über eine gewisse räumliche Entfernung. Die RFID kann dabei Produkte eindeutig identifizieren, beispielsweise innerhalb einer Produktionsstraße.

NFC im Bereich Industrie 4.0 nutzen

Es lassen sich auf nahezu alle möglichen Anwendungszwecke spezifizierte Transponder entwickeln, die sich in nahezu allen möglichen Umgebungen einsetzen lassen, auch in Produktionsstraßen oder in Anwendungsbereichen, in welchen die Geräte Staub und Schmutz ausgesetzt sind. Die Transponder lassen sich je nach Anforderung durch verschiedene Frequenzen auch auf bestimmte Bereiche anpassen. Der Vorteil der Nutzung dieser Geräte für die Nutzer besteht darin, dass es sich um eine bereits etablierte und verlässliche Technologie handelt, was sich nicht zuletzt durch die häufige Nutzung bei der kontaktlosen Zahlung zeigt.

Fazit:

Manchmal sind die einfachsten Technologien auch die zuverlässigsten und besten, was gerade im Bereich der Industrie 4.0 oder in modernen Industriebetrieben wichtig ist. Robuste Technologien werden hier immer gebraucht, besonders für die mobile Datenübertragung oder Identifizierung einzelner Objekte innerhalb von Produktionsstraßen oder in laufenden Fertigungsprozessen.

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